Trial: Jakob Krug wird beim fünften und sechsten BWJ-Lauf zweimal Zweiter

KÖNGEN/WENDLINGEN (sz) -

Jeweils einen Doppelsieg haben Mirco Buck und Florian Ruedi vom AMC Biberach beim fünften und sechsten Lauf zur baden-württembergischen Jugendtrial Meisterschaft (BWJ) eingefahren. Jakob Krug wurde an beiden Tagen Zweiter.

Der Ausrichter MSC Köngen/Wendlingen hatte für alle Klassen sechs Sektionen gesteckt, die in vier Runden befahren wurden.  Außerordentlich viele  Nullrunden der Fahrer  in allen Klassen belegen, dass alle Spuren zu leicht gestaltet waren. Am zweiten Tag der Veranstaltung  war das Niveau geringfügig höher, aber auch noch viele fehlerfreie Runden.

Florian Ruedi in Klasse zwei hatte beim fünften Lauf nur drei Fehlerunkte und und konnte zwei Nullrunden vorweisen. Er gewann damit vor Jonathan Heidel (MSC Amtzell). Beim sechsten Lauf war es zwar nur noch eine Nullrunde aber immer noch sehr wenig Fehlerpunkte – er gewann erneut mit deutlichem Vorsprung  vor Heidel. „Es war eindeutig zu leicht“ lautete das Fazit von Ruedi.

Linda Weber in fünf war der Pechvogel des AMC.  Am ersten Tag  hatte sie drei Nullrunden vorzuweisen. Ein technischer Fehler kostete sie einen vorderen Platz und sie musste sich mit Platz 13 schweren Herzens zufrieden geben. Am zweiten Tag hatte sie erneut zwei Nullrunden und vor der letzten Sektion nur zwei Fehlerpunkte und somit Platz 3. Dann verfehlte sie die Spur in einem Steinfeld um wenige Zentimeter, stürzte und erreichte somit nur noch den sechsten Platz.

Mirco Buck in Klasse 2B gewann an Tag eins bei gleich geringer  Punktzahl wie der Zweitplatzierte dank seiner höheren Anzahl an Nullsektionen. Am zweiten Tag konnte er den Vorsprung deutlicher heraus arbeiten und gewann erneut.

Kerler steigert sich

Jakob Krug fuhr das erste Mal eine Veranstaltung  in der Betreuerklasse 3B, der zweithöchsten Spur. An Tag eins noch mit größerem Abstand zum Erstplatzierten konnte er an Tag zwei den Vorsprung verringern. Er erreichte an beiden Tagen den zweiten Platz. Auch Lukas Kerler in Klasse sieben konnte seine Leistung vom ersten zum zweiten Tag steigern und belegte die Ränge sieben und fünf.

Die nächste Veranstaltung der BWJ ist am Wochenende in Hornberg im Schwarzwald.

Schwäbische Zeitung vom 19.6.2018     

Trial: Mirco Buck vom AMC Biberach verpasst bei den zwei Läufen in Röhrnbach einen Platz unter den besten zehn

RÖHRNBACH (sz) – Florian Ruedi vom AMC Biberach ist bei den beiden Läufen zur deutschen Trial-Meisterschaft in Röhrnbach im bayrischen Wald zweimal auf Rang zwei gefahren. Damit baute er die Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Mirco Buck verpasste jeweils einen Platz unter den besten zehn.

In Röhrnbach waren 15 Sektionen und jeweils zwei Runden zu fahren. Fast alle Sektionen waren reine Natursektionen, die nur bei der DM gefahren werden dürfen. Zwölf Sektionen befanden sich im Wald und waren mit vielen großen und kleinen Steinen bestückt.

Nur zwei Punkte fehlen zum Sieg

In der Nacht zum ersten Tag kam der Regen. So waren das Gelände und die Sektionen sehr rutschig. Ruedi ging dennoch hoch motiviert auf die Strecke, er hatte die ersten zwei Läufe in Großheubach gewonnen und wollte an die Erfolge anknüpfen. Mirco Bucks Ziel war ein Platz unter den besten zehn. Ruedi legte gut los, doch in den Waldsektionen kam er nicht richtig in Fahrt  und machte auch einige gravierende Fehler. Ab Sektion zehn lief es wieder besser und er fand seine Form wieder, die zweite Runde lief ebenfalls besser und so schaffte er es erneut auf das Podest. Zum Sieg fehlten aber zwei Punkte.

Mirco Buck hatte am Anfang keine Probleme, sich an den rutschigen Boden zu gewöhnen und begnn in den ersten sechs Sektionen sehr gut. Von den folgenden Sektionen konnte er dann aber viele nicht ganz in der vorgeschriebenen Zeit absolvieren und bekam öfters Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung. Genau dasselbe Problem erlebte er in Runde zwei und schaffte daher den angestrebten Platz unter den besten zehn wegen ein paar weniger Strafpunkte nicht.

Tag zwei gingen die zwei AMC-Fahrer erneut sehr motiviert an. Diesmal hatte es nicht geregnet, was beiden entgegenkam. Ruedi begann wieder sehr gut, leistete sich aber wegen der noch schwereren Sektionen auch ein Paar Füße und bekam ein paarmal fünf Strafpunkte. Dennoch lag er nach der ersten Runde auf Platz eins. In Runde zwei plagten ihn ab der neunten Sektion Unterarmkrämpfe, ein Zeichen, wie stark die Fahrer belastet wurden. Einige Fahler machte er wegen der Krämpfe und wieder war ein Fahrer am Ende zwei Punkte besser. Dennoch baute Ruedi den Vorsprung in der DM-Gesamtwertung aus. Buck begann fast perfekt. Mit nur drei Strafpunkten ging es in die Waldsektionen, in denen er schon am Tag eins Probleme hatte. Dies war auch in Runde zwei und so schaffte es der AMC-Fahrer erneut nicht in die Top Ten.

Schwäbische Zeitung vom 18.6.2018

Motorsport: Fahrer des AMC Biberach stellen sich der Herausforderung beim „härtesten Endurorennen der Welt“

EISENERZ (sz) – Am  laut Veranstalter „härtesten Endurorennen der Welt“ haben  auch dieses Jahr wieder Fahrer des AMC Biberach teilgenommen. Beim Erzberg-Rodeo 2018 am gleichnamigen Berg im österreichichen Ort Eisenerz fuhren Larissa Mayer, Thorsten Rotz und Lukas Kerler nur den Prolog, während sich Julian Braig auch diese Jahr durch den Prolog  wieder für das  Red Bull Hare Scramble qualifizierte.

1716 Starter waren pro Tag beim  Prolog unterwegs. Die Prolog Strecke ist zum  Teil bis zu 30 Meter breit und geht 13,5 Kilometer den Berg hoch.  Jeder Fahrer hatte an zwei Tagen hintereinander die Möglichkeit, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das bessere Resultat wurde für die Endwertung genommen.  Gestartet wurde immer im 20-Sekunden-Takt. Der erste Teil der Strecke ging bereits über zwei Auffahrten des legendären Red Bull Hare Scramble den Berg hoch und war schon nach kurzer Zeit sehr ausgefahren.

Lukas Kerler fährt schon seit mehreren Jahren beim Prolog mit. Er startete als Erster von den AMC-Fahrern. „Trotz ‘niedriger‘ Startnummer 589 war die Strecke schon sehr zerbombt“, so Kerler. Er verbremste sich an mehreren Stellen und war mit seiner Geschwindigkeit nicht ganz zufrieden. Da er kurz vor der Gesellenprüfung  steht, fehlte ihm aber etwas Training.  Seine beiden Läufe waren zeitlich nur vier Sekunden auseinander, an Tag eins kam er damit auf Platz 1114, an Tag zwei auf 1029. Im Endresultat bedeutete dies Platz 1187 für Kerler.  

Larissa Mayer dreht noch auf

Larissa Mayer nahm  zum ersten Mal  im Ladies Cup teil, für den 32 Frauen gemeldet hatten. Der erste Tag war der schlimmere für sie: sie war aufgeregt und musste noch drei Stunden wegen ihrer hohen Startnummer auf ihren Start warten. Wider Erwarten verlief die erste Auffahrt recht gut, während sie zu Beginn der zweiten Auffahrt große Steine aus dem Rhythmus brachten. Nach drei vergeblichen Versuchen, den Hang hochzukommen, wurde sie die letzten zwei Meter hoch gezogen. Sie beendete ihren ersten Lauf frustriert auf Platz 27 und wollte aufgeben. Ihre Vereinskameraden überredeten sie, die Rocked Ride Hänge zu üben. Da diese Hänge schwerer und steiler als die Prolog-Hänge sind, sie aber von Mayer ohne Probleme gemeistert wurden, entschied sie sich, weiter zu machen. Obwohl die Strecke schon ziemlich zerfahren  war vom Vortag und den Fahrern vor ihr, blieb sie am Gas bis sie oben war. Sie war sieben Minuten schneller als am Vortag und landete auf Platz 20. Damit kam sie im Ladies Cup auf den hervorragenden 21. Platz, über den sie überglücklich ist.

Auch Thorsten Roth ist Erzberg-Neuling. Die komplett unbekannte und staubige Strecke bremste in drei Mal aus, da er vor lauter Staub die Abzweigung nicht sah. Auf den Geraden gab er dann Vollgas und es reichte zu Platz 923. An Tag zwei kannte er die Anforderungen, konnte andere Fahrer überholen und sich auf Platz 642 verbessern. In der Gesamtwertung erreichte er Platz 773.

Julian Braig fährt auf Rang 193

Bester AMC-Fahrer war Julian Braig, der sich durch den Prolog für das Red Bull Hare Scramble qualifizieren musste.  Nur 500 Starter werden dafür zugelassen. An Tag eins musste er viele langsamere Fahrer  vor ihm überholen. Sichtbehinderungen durch den Staub führten einmal in einer Kurve zum Verbremsen, ansonsten verlief der Lauf recht gut für ihn. Platz 260 bedeutete eigentlich schon den sicheren Startplatz.  An Tag zwei  erreichte er sogar Platz 228, obwohl er durch die Umstände ausgebremst wurde: er musste wegen eines verletzen Fahrers in Schrittgeschwindigkeit am Krankenwagen vorbeifahren. Zudem hatte er noch einen langsameren Fahrer vor sich, der partout nicht zur Seite weichen wollte. In der Gesamtwertung hatte er Platz 297 erreicht und somit startete er beim Hare Scramble aus  der sechsten Reihe.

Nach einem ausgezeichneten Start war Julian  Braig nach den ersten drei Hängen bereits Dritter seiner Startreihe. Doch schon am ersten Hang hatte er Probleme mit seiner Vorderradbremse und musste immer pumpen, damit sie funktionierte. Am ersten Checkpunkt versuchte er vergeblich, sie zu reparieren. Wegen des hohen Fahreraufkommens stauten sich dann die Fahrer vor Checkpoint 2 (Wasserleitung) und der Hangsektion „Three Kings“: Der Hang war überfüllt, aber nach dreißig Minuten war Braig durch. Bis kurz vor Checkpoint 7 („Ludwigs Land“) verlief dann alles ziemlich reibungslos für ihn, aber hier musste er dann wieder 30 bis 45 Minuten im Wald warten.  Auch die Checkpoints „Repository“ und „Spotlight“ konnte er gut erreichen. Leider ging ihm vor Checkpoint 10 („Crossing“) die Zeit aus und dieser wurde nicht mehr gewertet. Somit konnte er neun Checkpoints vorweisen und erreichte in der Gesamtwertung Platz 193.

Weitere Fotos der Biberacher Fahre vom“ Erzberg 2018“ finden Sie auf www.schwaebische.de/erzberg18

Schwäbische Zeitung vom 13.06.2018

AMC-Fahrerin wird 17. beim German Cross Country in Walldorf – Thorsten Roth zufrieden mit Rang elf

WALLDORF  (sz) - Der zweite von insgesamt  sieben Läufen der German Cross Country-Serie (GCC) ist in Walldorf ausgetragen worden. Für den AMC Biberach startete Larissa Mayer in der Klasse XC Woman und belegte Platz17. Thorsten Roth startete in der Klasse XC Sport 2und wurde Elfter.

Auf der Motocross-Strecke gab es viele Auf-und Abfahrten und ein paar Waldpassagen.  Gefahren wurde in jeder Klasse zwei Stunden. Mit den 20 Startern der XC Woman waren auch die 130 Fahrer der Beginner auf der Strecke. Da es mit 28 Grad relativ heiß für die Jahreszeit war, war die Hitze schon die erste Schwierigkeit für die 150 Fahrer. Vor dem Start wurde die Strecke gewässert, so dass es in den ersten drei Runden sehr rutschig war.  In den Kurven und Auffahrten gab es Stürze. Die Gestürzten blockierten die Fahrstrecke und verursachten Staus. Die erste Runde von Larissa Mayer war dann auch ihre langsamste. Sie hatte zunächst Probleme, ihren Rhythmus zu finden, kam dann aber gut zu Recht und ihre letzte Runde nach zwei Stunden war ihre schnellste.

Nach etwa einer Stunde war die Strecke schon sehr löchrig und zerfahren. Bei einer Steilabfahrt erwischte Mayer ein solches Loch mit dem Vorderrad und stieg über den Lenker ab. Dabei verhakte sich eine Lasche ihrer Hose am Lenker und „ich hing auf meinem Kotflügel wie aufgespießt“,  so Mayer. Ein anderer Fahrer kam ihr zu Hilfe, alleine wäre sie nicht  mehr aus der Situation herausgekommen. Nach einem kurzen Stopp in der Box, um den Lenker wieder gerade zu biegen, ging es mit Vollgas weiter. Inzwischen gut trainiert konnte sie auch nach einer Stunde noch Druck machen. Ein anfänglicher Abstand von vier Minuten konnte sie um zwei Minuten verkürzen und holte so auch noch die Fahrerin vor ihr ein. Die Fahrerin hinter sich hatte sie ebenfalls noch in der letzten Runde überrundet  und hatte somit eine Runde Vorsprung. Mit dem 17. Platz war Mayer letztlich sehr zufrieden.

Im siebten Lauf der Serie gingen die 31 Starter der  Klasse XC Sport 2 mit den Fahrern drei weiterer Klassen auf die Strecke, somit waren es insgesamt 140 Fahrer . Bei  Thorsten Roth verlief die erste Stunde recht gut. Dann musste er, auf Platz neun liegend, einen Tank-Stopp einlegen. Nach gut eineinhalb Stunden war die Strecke dann schon sehr zerfahren, überall fanden sich Löcher und Wellen. Roth, der eine langwierige Schulterverletzung hinter sich hat, konnte die Strecke nicht mehr voll ausfahren, sondern ließ auf den Geraden den Lenker los und fuhr nur mit einer Hand, um die Schulter zu schonen. Trotzdem kamen die Schmerzen durch. Er verlor wegen der Fahrweise  den neunten Platz,  kämpfte aber verbissen weiter und beendete das Rennen auf dem elften Platz.

Der nächste GCC-Lauf  ist in Venusberg am 16./17. Juni.

Schwäbische Zeitung vom 30.05.2018