Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Alpenpokals und dem Jura Trial Pokal waren die Fahrer des AMC Biberach erfolgreich vertreten. Robert Vicinus und Loris Lauber gewannen am ersten Tag  in ihren Klassen. Am zweiten Tag wurde Werner Scheffler Zweiter, Julian Vicinus wurde in der Alpenpokalwertung Dritter.

Das gemeinsame Trial von Alpenpokal und Jura Trial Pokal in der Nähe von Nürnberg  hatte mit rund 90 Startern verhältnismäßig wenig Starter, aber es hatte seine Tücken. An beiden Tagen wurden acht Sektionen und drei Runden gefahren. Die Regularien waren etwas modifiziert,  die Klassen starteten alle gemeinsam. Dadurch konnte bei den AMC Fahrern jeweils nur ein erwachsener Fahrer bei den Senioren starten, der andere musste die Jugendlichen als Minder begleiten. Da gleichzeitig noch für ein Fahrradtrial aufgebaut wurde waren die Platzverhältnisse etwas beengt. Das künstlich angelegte Gelände mit Bodenhaufen, Rohren, Reifen, Stämme und Steinen war bedingt durch den zweitägigen Regen sehr rutschig zu fahren und sehr eng gesteckt. Heideck wurde also seinem Ruf, ein schweres Trial zu veranstalten, erneut gerecht. Die Sektionen waren teilweise gar nicht fahrbar.

Robert Vicinus startete am ersten Tag in der Seniorenklasse acht. Die Sektionen waren für ihn zwar knackig, aber zu bewältigen. Hinzu kommt, dass für ihn das nasse Wetter beim Fahren vermehrten Fahrspaß bedeutet. Er fuhr mit deutlichem Abstand auf Platz eins.

Loris Lauber in  Klasse vier gewann knapp mit zwei Punkten Vorsprung .

Julian Vicinus und Patric Scheffler in Klasse drei kämpften sich durch die nicht fahrbaren Sektionen mit Hilfe ihres Minders. Am Ende des Tages konnte Vicinus den siebten und Scheffler den neunten Platz für sich beanspruchen.

Am zweiten Tag wurden die Sektionen entschärft was sich auch in der Punktezahl der Fahrer niederschlug.

Werner Scheffler startete in der  Senioren-Klasse acht. Er konnte die beste Runde vorweisen und führte bis zu den letzten beiden Sektionen. Dann rutschte er in der Sektion auf einem Stein aus und riss das Absperrband ab,  in der letzten Sektion ging ihm der Motor aus. Diese beiden Fünfer kosteten ihn den Sieg und er wurde mit zwei Punkten Rückstand Zweiter.

Julian Vicinus erreichte in Klasse drei den dritten Platz und war unter diesen Umständen mehr als zufrieden damit. Patric Scheffler hatte bei gleicher Punktezahl weniger Nullsektionen  vorzuweisen und wurde Neunter.

Loris Lauber konnte seinen Sieg vom Vortag nicht wiederholen. Er verpasste das Podest knapp und wurde Vierter in Klasse vier.

Andrea Weber

Die Fahrer des AMC Biberach waren wieder erfolgreich in der Baden württembergischen Jugendtrial Meisterschaft (BWJ) unterwegs. Mirco Buck und Jakob Krug gewannen an beiden Tagen in ihren Klassen, Florian Ruedi belegte einen ersten und zweiten Platz, Linda Weber verpasste das Siegerpodest knapp.

Erstaunlich wenige Starter hatten die beiden Läufe in Marbach vorzuweisen. Da nun schon die Streichergebnisse greifen, war es für viele Fahrer nicht mehr notwendig zu fahren. Auf den vorderen Plätzen der Meisterschaft ist aber noch vieles offen und die Fahrer des AMC Biberach fahren um die vorderen Plätze, daher waren sie sehr motiviert dabei.

Der MSC Marbach hatte für alle Fahrer 6 Sektionen gesteckt, die nah beieinander lagen und viermal gefahren wurden. Zwei der Sektionen lagen jeweils im Wald mit extremen Auffahrten, vier Sektionen waren mit Steinen, künstlichen Hindernissen und  Auffahrten  gespickt. Das Gelände des MSC Marbach ist bei Regen sehr schwer zu fahren, und so entwickelte sich schon nach der ersten Runde eine Schlammschlacht. In der vierten Runde waren die Auffahrten nicht mehr möglich und die Fahrer scheiterten schon auf den ersten Metern in den Sektionen. Die Steine waren durch den aufgefahrenen Dreck und die Nässe extrem glitschig und die Fahrer rutschten über die Spurpfeile. Am zweiten Tag trocknete der Boden etwas ab und wurde griffiger.

Florian Ruedi in Klasse zwei hatte alles im Griff. Der Schwierigkeitsgrad passte am ersten Tag und der Sieg war ihm sicher. Am zweiten Tag wurde es durch die Bodenverhältnisse etwas einfacher zu fahren, aber dadurch stieg auch die Gefahr der Leichtsinnsfüsse. Ein Stein, der in keiner Runde von den Fahrern geschafft wurde konnte in der letzten Runde von seinem DMSJ-Teamkollegen Joschka Kraft bezwungen werden. Dadurch erreichte Ruedi den zweiten Platz der Tageswertung, hat aber als einziger AMC-Fahrer die Meisterschaft schon in der Tasche.

Linda Weber in Klasse fünf hatte mit ihrem 80ccm-Motorrad das Nachsehen bei den Hangauffahrten. Die zu geringe Motorleistung war hier ein deutliches Handicap. Hinzu kam Pech in den Sektionen durch ein Abgehen der Kette und zweimaliges Ausgehen des Motors. Sie verfehlte das Podest am ersten Tag um zwei Punkte und wurde Vierte. Am zweiten Tag konnte sie zwar eine Runde komplett nullen, hatte aber in den Sektionen wieder Pech, als ihr Not-Aus-Schalter abging oder sie eine andere Spur versuchte und scheiterte. Der errungene achte Platz kostete sie den knappen zweiten Platz der Meisterschaft, um den sie nun bei der letzten Veranstaltung noch kämpfen muss. Der Sieger ihrer Klasse steht mit Johannes Heidel schon fest.

Mirco Buck in Klasse 2B konnte an beiden Tagen einen souveränen Sieg einfahren und hat ebenfalls noch die Chance, seinen dritten Platz der Meisterschaft zu verbessern.

Jakob Krug in Klasse 3B fuhr erneut beide Tage auf den ersten Platz  und damit auf den zweiten Platz der BWJ. Für ihn ist noch ein Gesamtsieg der Meisterschaft im Bereich des Möglichen.

Die letzte Veranstaltung der BWJ findet erst Ende Oktober im Baden-Baden statt. Bis dahin werden die AMC-Fahrer noch bei der DM und JDM ihr Können beweisen.

Andrea Weber

Bester Trial-Fahrer des AMC Biberach beim Walkarts-Trial waren Robert Vicinus in der Seniorenklasse und Loris Lauber in Klasse vier. Lauber wurde punktgleich mit dem Erstplatzierten Zweiter aufgrund seiner schlechteren zweiten Runde, er gewann jedoch damit die Jugendwertung. Gleich drei Fahrer verloren einen Platz wegen Punktegleichheit mit dem Vorplatzierten.

Das Walkarts-Trial fand dieses Jahr zum 35. Mal statt. Acht Sektionen und drei Runden wurden von den 106 Startern  in einem reinen Naturgelände gefahren, das nur für Veranstaltungen zur Verfügung steht.  Sieben der Sektionen waren infolgedessen reine Natursektionen mit Steinen, Wurzeln, Baumstümpfen, Hängen und Bach. Allein fünf der  Sektionen waren im Bachbett angesiedelt und dadurch zwangsläufig nass und mit Steinen, Wurzeln und Hängen versehen. Durch das viele Befahren wurden natürlich die Hänge u. Wurzeln  in den Sektionen mit den Runden immer rutschiger. Nur eine  Sektion war mit auf gestapelten Steinen und einer Hangauffahrt durch Menschenhand künstlich angelegt. Um in die  oberen zwei Sektionen zu gelangen musste man rund drei Kilometer  und etwa 100 Höhenmeter überwinden. Durch den vor der Veranstaltung gefallenen Regen wurde vor allem die Zwischenstrecke arg in Mitleidenschaft gezogen, aber auch die Sektionen hatten es in sich.

In Klasse drei (blaue Spur) hatten Julian Vicinus und Patric Scheffler genannt. Beide meisterten schwierige Situationen bravourös, um dann an anderer Stelle leichtsinnig Füße  zu setzen. Vicinus bekam in der dritten Runde dann alles in Griff und hatte die drittbeste Punktezahl. Damit konnte er aber leider seine Fehler in den Runden zuvor nicht mehr ausbügeln und belegte bei Punktegleichheit mit dem Fünften Platz sechs. Es entschied hier die höhere Zahl an Nullsektionen. Bei Patric Scheffler merkte man den Trainingsrückstand und die damit verbundene fehlende Kondition durch Prüfungen an der Schule an, er wurde Elfter. In der Jugendwertung bedeutet das Platz vier für Vicinus, Platz fünf für Scheffler.

Auch Loris Lauber in Klasse vier (grüne Spur, 24 Starter) hatte unter der Punktegleichheit zu  leiden. Er lieferte drei konstante Runden mit jeweils nur zwei Fehlerpunkten, sein erwachsener Konkurrent hatte jedoch die bessere zweite Runde. Da im Alpenpokal Jugend und Erwachsene zunächst zusammen gewertet werden ging der Gesamt-Tagessieg für Lauber zwar  verloren, er gewann aber die Jugendwertung. Matthias Leitritz hatte in der gleichen Klasse etwas mehr Punkte vorzuweisen, er erreichte Platz sechs.

Robert Kolb in Klasse fünf (schwarze Spur) beginnt langsam wieder mit dem Trialen nach längerer Verletzungspause, er erreichte Rang acht.

In der Klasse acht werden grüne und schwarze Spuren gemischt gefahren. Hier war Robert Vicinus in seinem Element, da er nasse Bodenverhältnisse bevorzugt. Er hatte in der ersten Runde aber noch nicht seinen Rhythmus gefunden und wurde insgesamt Zweiter. Werner Scheffler hatte mehr Probleme, er konnte sich oft nur mit Mühe noch retten. Ein neunter Platz, auch er bei Punktegleichheit mit dem Vorplatzierten aufgrund der Nullsektionen, war für ihn unter diesen Umständen zufriedenstellend.

Andrea Weber

Die Trialer des AMC Biberach waren erfolgreich beim 12. Lauf zur baden-württembergischen Jugendtrial Meisterschaft (BWJ) vertreten. Es gab jeweils einen ersten Platz für Florian Ruedi und Jakob Krug sowie einen dritten Platz für Linda Weber und Mirco Buck.

109 Starter waren beim RMSC gleichzeitig auf der Strecke, da es einen gemeinsamen Start von Jugend und Betreuern gab. Mit fünf Stunden Fahrtzeit gab es aber zeitlich keine Probleme mit den 7 Sektionen. Vier Runden waren bei schwüler Hitze zu bewältigen und die Temperatur zehrte an den Kräften der Fahrer. Die Sektionen erhielten ihre Schwierigkeiten durch die Enge der Fahrspur und durch den losen Boden, der vor allem hangaufwärts und bei Kehren seine Tücken hatte. Das Niveau der Sektionen war anspruchsvoll und den Spurfarben angemessen.

In der Klasse zwei fand Florian Ruedi sehr schnell zu seiner gewohnten Form. Trotz etlichen Fehlerpunkten in der letzten Runde schaffte er es mit respektablem Abstand auf den ersten Platz. „Es hat alles gepasst“, so sein Fazit.

In der Klasse fünf - wie immer die starterstärkste Gruppe – zeigte Linda Weber von Anfang bis Ende eine konstante Leistung und belegte damit den dritten Platz. „An den Leichtsinnsfüßen muss ich noch arbeiten, aber ich bin zufrieden“, so Weber. Mit dieser Platzierung schaffte sie es mit einem Punkt Vorsprung  knapp auf den zweiten Platz der Gesamtwertung.

In Klasse 2B zeigte Mirco Buck ebenfalls eine sehr konstante Leistung über die vier Runden und erreichte Rang drei.

Jakob Krug in Klasse 3B hatte in den ersten zwei Runden jeweils nur zwei Fehlerpunkte. In den folgenden  zwei Runden hatte er jeweils eine Fünf, als er wegen des losen Bodens nicht genügend Gripp aufbauen konnte und wegrutschte, bzw. als er einen Spurpfeil überfuhr. Krug erreichte dennoch mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz.

Jakob Kerler in Klasse sieben lag das Gelände und die Art der Sektionen überhaupt nicht. Schon in seiner ersten Runde hatte er so viele Punkte wie der Sieger insgesamt. Dennoch gab er nicht auf und kämpfte sich durch. Er erreichte den zehnten Platz.

Am zweiten Tag wurde der dritte Lauf zur TSG-Südwest-Challenge ausgetragen. Das Spurniveau war etwas höher, die Zeit auf 4,5 Stunden begrenzt. Wieder wurden sieben Sektionen in vier Runden gefahren. Florian Ruedi und Mirco Buck fuhren hier in der Klasse zwei. Ruedi ging von Anfang an in Führung und fuhr mit deutlichem Abstand auf den ersten Platz. Buck verfehlte einen Podestplatz um zwei Punkte, sah aber selbstkritisch  ein, dass er ein paar P unkte durchaus hätte vermeiden können.

Andrea Weber