Im Rahmen des DMSJ-Kadertrainings starteten die AMC-Biberach-Fahrer Linda Weber und Florian Ruedi beim Saisonauftakt der rheinland-pfälzischen Trial Meisterschaft. Für beide war es zwar ein Training aber dennoch die erste ernsthafte Teilnahme in der höheren Klasse. Ruedi wurde Sechster, Weber Siebte. Im parallel stattfindenden Historik Trial wurde Peter Weber Zweiter in der Roten Spur.

Am vergangenen Wochenende fand erneut ein DMSJ-Kadertraining statt, bei dem der zweite Trainingstag für „Training in Bändern“,   also eine Veranstaltung, genützt wurde. Nach intensivem und kräftezehrendem Üben am Vortag fuhren die acht Teilnehmer den Auftakt der rheinland-pfälzischen Trial Meisterschaft in Kerzenheim mit.

Es waren sieben Sektionen und vier Runden zu fahren. Die Sektionen waren sehr anspruchsvoll gesteckt und zum Teil recht lang. Es gab sehr steile Hangauffahrten mit Kehren, Felsen, Röhren, Stämme, Steinfelder, also alles was eine Veranstaltung interessant macht. Leider setzte nach der ersten Runde ein heftiger Regen ein, der erst mit Ende der Veranstaltung sein Ende fand. So wurden die vorher anspruchsvollen Sektionen nun auch noch rutschig. In Klasse eins waren oft mehrere Fänger in einer Sektion, um die Stürze der Fahrer abzumildern. Um selbst nicht abzustürzen, mussten sie sich hoch oben an den steilen Hängen an Bäumen festklammern - eine Meisterleistung der Fänger.

In Klasse eins waren die deutschen Elitefahrer am Start, da in Kerzenheim der Endlauf der Deutschen Meisterschaft stattfinden wird. Franz Kadlec, der mehrfache Deutsche Meister gewann mit nur gesamt 12 Punkten, eine Punktezahl die von allen anderen Fahrern dieser Klasse in jeder Runde überschritten wurde. Florian Ruedi fehlten in der ersten Runde nur vier Punkte zur maximal möglichen Punktezahl, er konnte sich aber in den folgenden Runden verbessern und auch etliche Sektionen nullen. Einige Male kassierte er die Fehlerpunkte an technisch einfachen Stellen, während er größere Schwierigkeiten besser meisterte. Seine 107 Gesamtpunkte bescherten  ihm den sechsten Platz.

Linda Weber ist 2019 in Klasse vier unterwegs. In dieser Klasse nimmt der weibliche Anteil an Fahrern drastisch ab, während der Schwierigkeitsgrad enorm ansteigt. Sie nahm gemeinsam mit DMSJ- Kaderkollege Johannes Heidel und dem DMSJ-Trainer Jan Peters am Wettbewerb teil. Dadurch wurde der Trainingseffekt stark betont und der Wettkampfgedanke in den Hintergrund gerückt. Dennoch wollte sie natürlich ihr Bestes geben, sie konnte jedoch die ungewohnten Bedingungen nicht ganz ausblenden. Trotz des einsetzenden Regens konnte sie sich in der zweiten Runde verbessern. Auch ihre letzte Runde war punktemäßig hervorragend. Oft fehlte nur ein kleines bisschen mehr Gas, um erfolgreich zu sein. Aber zwölf Fünfern standen insgesamt nur drei Null-Sektionen gegenüber und so wurde es am Ende der siebte Platz für Linda Weber.

Der Veranstalter hatte auch zwei Historik-Spuren ausgeschrieben, die unabhängig vom Alter des Motorrads die rote und schwarze Spur der Veranstaltung mit nutzten.  Peter Weber auf SWM meldete sich für die rote Spur. Die Sektionen waren durchaus oldtimertauglich gesteckt, einzig die Kupplung seines Motorrades ließ zu wünschen übrig. Mit 39 Fehlerpunkten konnte er als einziger AMC-Fahrer an diesem Tag das Podest besteigen.