Die beiden letzten Läufe zur Deutschen Jugend Trial Meisterschaft (JDM) fanden in Kiefersfelden statt. Linda Weber vom AMC Biberach konnte zwar ihr selbst gestecktes Ziel erreichen, ist aber nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung. Mit einem 15. und einem 17. Platz kam sie in der Endwertung der JDM  auf den 18. Platz.

Nachdem die ersten beiden Läufe in Niedersachsen ausgetragen wurden, fanden die Endläufe an der Grenze zu Österreich statt. Der MTG Kiefersfelden hatte für die 96 Starter 12 Sektionen vorbereitet, die es in sich hatten. Trotz sommerlichen Temperaturen waren die Sektionen entlang der 3,5 km langen Rundstrecke sehr nass und trockneten auch nicht ab. Die Zwischenstrecke selbst hatte es durch steile Abfahrten ebenfalls in sich und verlangte den Fahrern und Mindern etliches ab. Durch den feuchten Waldboden wurden die Hindernisse und Wurzeln  immer schmieriger und es war schwer, genügend Gripp aufzubauen, um die steilen Hänge oder Hindernisse hochzukommen. Der in der Sonne liegende Wasserfall in Sektion zwei war natürlich ebenfalls nass und die Anfahrt durch einen Bach verwandelte gleich die erste Auffahrt  der Sektion in eine Rutschbahn nach unten.

Linda Weber konnte am ersten Tag einige ihrer Stärken ausspielen, da ihr enge Kurven und vorsichtiges Fahrern liegen. Auch bei der Auffahrt über einen spitz hervorstehenden Felsen mit anschließender Weiterfahrt  über Wurzeln war sie eine der wenigen, die es mit Null schafften. Allerdings fehlte ihr bei manchen Passagen die Kraft, um das Motorrad aus den rutschigen Felsen heraus zu stemmen. So war sie am Ende des Tages glücklich darüber, es mit einem 15. Platz in die Punkteränge geschafft zu haben. Am zweiten Tag wurden die Sektionen z.T. etwas verändert und einige schwierige Passagen gestrichen, bzw. durch komplett neue Sektionen ergänzt. Nach der kräftezehrenden Veranstaltung des Vortages und mit einem angeschlagenen Handgelenk  ging Linda Weber schon etwas angegriffen in den zweiten Tag. Aber es klappte nicht alles wie geplant. Etwas zu wenig Gas und sie schaffte weder die Kehre oben am Hang noch das am Vortag fehlerfrei gefahrene Hindernis, während sie den Wasserfall hingegen fast fehlerfrei bewältigte. Auch Sektion drei konnte sie in beiden Runden fehlerfrei fahren, was außer ihr nur noch ein weiterer Fahrer schaffte. Mit einem durchwachsenen Ergebnis fieberte sie daher der Endwertung entgegen. Überrascht nahm sie zur Kenntnis, dass sie als Siebzehnte trotzdem drittbester Fahrer der Württemberger war und ihr Ziel, bestes Mädchen ihrer Klasse sehr knapp  noch geschafft hatte.